makroPHONIA

Hervorgehoben

IMAGO DEI // 19.3.2016 // 19:00 // Klangraum Krems

DAS PRINZIP HOFFNUNG von Ernst Bloch stellen die MusikerInnen von makroPHONIA und Musiker aus Pakistan ihrem gemeinsamen Projekt voran:
„ich bin. wir sind. das ist genug.“
makroPHONIA strebt die Entfaltung persönlicher Begegnungen an, die im gemeinsamen Musizieren tiefer liegende Schichten des Seins ansprechen und Möglichkeiten des menschlichen Zusammenlebens und -wirkens freilegen sollen. Das Projekt ist für seine Gestalter Renald Deppe und Michael Bruckner der erklärte Versuch einer Reduktion der Mittel, der Möglichkeiten, der Vorgaben – um das Große im Kleinen, das Eigene im Fremden, das Ungewöhnliche im Bescheidenen zu erkennen, zu erkunden, zu begreifen, zu tolerieren.

DIE LIEBE ZUM DETAIL prägt die Musik. Visuelle Mikrostrukturen alltäglicher Lebensräume werden zur kompositorischen Substanz zeitgenössischer Klangwelten. makroPHONIA stellt sich der Herausforderung, feinste Strukturen abzubilden und durch unterschiedliche Kompositionsformen „vergrößert“ sichtbar und hörbar zu machen. Durch die zugrundeliegenden Tuschegrafiken bzw. Makrofotografien werden Details deutlich, die die natürlichen Schwingungen der Lebewesen und Dinge erahnen lassen. In dieser Transformation vom Bild zum Klang erfüllen die pakistanischen Instrumente mit ihren mikrotonalen Abstufungen eine wesentliche Aufgabe: Die pakistanischen Flöten, die zwanzigsaitige Zither und die Tablas eröffnen im Zusammenwirken mit Gitarre, Violoncello, Schlagzeug und Saxophon/Klarinette ein weites Klangspektrum, das – natürlichen Vorgängen ähnlich – zarte Differenzierungen genauso wie herbe Konturen und Brüche zulässt.

„VOM LOB DER HOFFNUNG UND DER LIEBE ZU DEN KLEINEN DINGEN“ ist ein Kontrapunkt zu der Welt des stetigen Wachstums, der allgegenwärtigen Manifestationen expansiver Gedankenwelten. Renald Deppe und Michael Bruckner: „Solange die Sprache noch unabhängig war von der Schrift, dominierte das Hörbare über das Sichtbare, besaßen Gesetze und Gebote noch akustische Autorität. Solange die Musik noch unabhängig war von jedweder Normverschriftung, dominierte das Hörbare über das Sichtbare, besaßen Regeln und Techniken noch akustische Autorität. Unsere makrophonischen Klang- und Bildzeichen spüren im Sinne einer auf sichtbare Autorität verzichtende ,Entschriftung’ dieser verloren gegangenen Frühzeit im gegenwärtigen Musikschaffen nach.“
Michael Bruckner & Renald Deppe

makroPHONIA
Renald Deppe – Klarinette, Saxophon, Komposition
Michael Bruckner – Gitarre, Komposition
Elisabeth Naske – Violoncello
Valentin Duit – Drums
Nafees Ahmad – Sitar
Salamat Hussein – Flöte
Ustad Basshir Khan – Tablas

URAUFFÜHRUNG
Ein Kompositionsauftrag der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich

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